6. Februar 2009

Für die Betroffenen von Festnahmen

Posted in 2009 um 10:23 am von nowkr

Bedauerlicherweise ist es bei den Aktionen gegen den WKR-Ball letzten Freitag auch zu Repressionsakten durch die Polizei gekommen. Unter anderem wurde eine Person in Untersuchungshaft genommen. Die Vorwürfe lauten verschieden und es wäre sehr wichtig, dass sich die Betroffenen der Festnahmen mit der Rechtshilfe koordinieren würden. Wenn ihr also nach der Demo letzten Freitag gecatcht wurdet, meldet euch bitte bei der Email-Adresse nowkr-antirep[ät]servus.at. Wenn ihr Leute kennt, die von der Polizei mitgenommen wurden, sagt den Betroffenen weiter, dass sie sich bei der Email-Adresse melden sollen. Es ist davon auszugehen, dass in absehbarer Zeit Post von der Staatsgewalt kommt und es wäre gut dann schon einen ungefähren Umgang mit der Repression zu haben.
Generell gilt natürlich: Keine Aussage bei der Polizei und nix unterschreiben!
no justice, no peace!

30. Januar 2009

Ticker

Posted in 2009 um 12:59 pm von nowkr

Eine Info für alle, die nicht zu Demo und Straßenfest kommen können:

Es wird auf Indymedia einen Liveticker von der Demonstration geben. So sind auch diejenigen, die nicht auf die Demo können, immer top informiert. Daneben wird es auch noch einen weiteren Ticker geben.

Und nicht die Rechtshilfenummer vergessen, die im Übrigen sowohl für die Demo als auch fürs Straßenfest gilt:
0650/3416872

So, die_der Blogbetreuer_in macht sich dann auch schon mal langsam bereit und hofft euch zahlreich auf der Demo und dem Straßenfest zu sehen.
😉

29. Januar 2009

Demoroute

Posted in 2009 um 10:56 am von nowkr

Die zugelassene Route lautet:

Mariahilfer Platzl – Mariahilferstraße – Babenbergerstraße – Opernring – Operngasse – Albertina – Augustinerstraße – Reitschulgasse- Habsburggasse – Graben – Kohlmarkt – Wallnerstraße – Leopold-Figl Gasse – Minoritenplatz – Ballhausplatz – Löwelstraße – Josef-Meinrad Platz – Dr. Karl-Lueger Ring – Burgring – Burgring/Babenbergerstraße.

Auf Grund einer von der Polizei, zur Sicherheit des rechten Balls, eingerichteten Schutzzone (Heldenplatz, Platz an der Burg, Michaelaplatz),
kann die Demonstration nicht wie ursprünglich gewünscht über den Michaelaplatz gehen.
Dies stellt eine eindeutige Einschränkung der Versammlungsfreiheit zugunsten eines rechtsextremen Ball-Events dar.


zur Vergrößerung klicken

Entgegen der polizeilichen Wünsche läuft die Demo also doch durch den 1.Wiener Bezirk. Die BallbesucherInnen die für gewöhnlich mit dem Taxi
über den Michaelaplatz in die Hofburg fahren, können während der Demonstration das Heldentor benutzen.

Update: Das Straßenfest ist genehmigt und findet wie angekündigt statt. Das heißt, Konzerte und weitere Events finden statt. Nach der Demo also nicht gleich heimgehen, sondern noch auf dem Straßenfest bleiben. Das Fest ist lang genug angemeldet, dass alle angekündigten Event stattfinden werden können.

Rechtshilfetips für den 30.1.

Posted in 2009 um 2:27 am von nowkr

Was ist eine Rechtshilfe (RH) und was macht sie?
In erster Linie ein Telefondienst, der versucht, Festgenommenen möglichst schnell rechtliche Unterstützung zukommen zu lassen. Bei den Aktionen gegen den WKR-Ball werden Zettel mit der Rechtshilfetelefonnummer verteilt werden, diese Nummer solltest du dir am besten mit wasserfestem Stift auf den Unterarm schreiben, damit du sie in Stresssituationen schnell bereit hast. Wenn du eine Festnahme beobachtest oder selber festgenommen wirst, dann melde dich bitte bei der RH und teile ihr deine Informationen mit.
Die Rechtshilfe versteht sich als Teil der Gegenaktivitäten rund um den WKR-Ball und wird versuchen, die von Repression im Vorfeld als auch während der Aktionen und danach betroffenen solidarisch zu unterstützen.
Sollten dir nach den Protesten behördliche Briefe ins Haus flattern, bitten wir dich mit der Rechtshilfe in Kontakt zu setzen (einfach Mail an: nowkr-antirep[at]servus.at), damit das gemeinsame Vorgehen gegen die Repression koordiniert werden kann.
Repression trifft einzelne, gemeint sind aber stets alle AntifaschistInnen.

Kontrollen im Vorfeld
Schon bei der Anreise nach Wien bzw. zum Westbahnhof kann es passieren, dass die Polizei z.B. im Zug, in der U-Bahn oder am Westbahnhof eureAusweise sehen und einen Blick in eure Rucksäcke werfen will.
Grundsätzlich ist die Polizei verpflichtet, euch den Grund (Zweck + Anlass) für die ‚Amtshandlung‘ zu nennen. Diesen wird sie aber erfahrungsgemäss schnell gefunden haben in schwammigen Begriffen wie ‚Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit‘ oder ähnliches. Nach so einer ‚Perlustrierung‘ habt ihr das Recht von den BeamtInnen ihre Dienstnummer zu erfahren, das ist eine Art Visitenkarte, die die Zugehörigkeit der/des BeamtIn ausweist (und im Gesetz vorgeschrieben ist: §31 Abs2 Z2 SPG).

Meist werden die PolizistInnen nach mehr fragen als euren Namen, Geburtsdatum und Meldeadresse; ihr müsst und sollt aber nichts weiteres als eben diese drei Daten angeben (§35 Abs2 SPG), da sie zur Identitätsfeststellung ausreichend sind (Achtung Minderjährige, also unter 18 Jahren: auch der Name der Eltern muss angegeben werden!). Auch ist es wahrscheinlich, dass die BeamtInnen nach den Grund eurer Anreise, Unterkunft… fragen, auch auf diese Fragen (oder andere) müsst und sollt ihr nicht antworten, was mit keinerlei Konsequenzen verbunden ist.

Falls sie eure Kleidung nach z.B. gefährlichen Gegenständen absuchen wollen, haben Frauen das Recht, von einer Polizistin durchsucht zu werden.

Wenn einEr von euch keinen Ausweis bei sich hat: an sich gibt es für ÖsterreicherInnen keine Ausweispflicht, allerdings empfehlen wir euch, einen dabei zu haben, da die Identitätsfeststellung ohne Ausweis länger dauern kann und ihr vielleicht mit auf die nächste Wachstube müsst.
Allerdings kann eine andere Person über 18, welche selber einen Ausweis mit sich führt, eure Identität bezeugen. In Zügen und auf Bahnhöfen gilt allerdings allgemeine Ausweispflicht!
Personen, die weder unter den Status ÖsterreicherIn noch EU-BürgerIn fallen, müssen einen gültigen Reisepass mit sich führen.

Demo: wie + was
Meist werden Demos in Österreich von den OrganisatorInnen polizeilich ‚angezeigt‘, die Polizei weiß also von der Demo und kann sich dementsprechend darauf vorbereiten (z.B. Straßensperren…). Eine polizeiliche ‚Genehmigung‘ ist für eine ‚politische Kundgebung‘ (z.B. eine Demo), so der Gesetzeswortlaut, nicht vorgesehen. Das Versammlungsgesetz steht im Verfassungsrang, das heßt, dass es über anderen Gesetzen wie z.B. der Straßenverkehrsordnung steht. Das wiederum bedeutet, dass – falls eine Demonstration mal spontan durchgeführt wird – diese nie ‚illegal‘ sein kann, weil eben das Grundrecht auf ‚Versammlungsfreiheit‘ über anderen Rechten wie z.B. dem aufrechten Verkehrsfluss steht. Nur in wenigen Fällen, wenn z.B. die öffentliche Ordnung oder Sicherheit gefährdet ist oder bei NS-Wiederbetätigung, kann die Polizei die Demo, egal ob spontan oder ‚angemeldet‘ auflösen, was sie mittels Megaphon tun muss. Wenn eine Demonstration ’spontan‘, als ohne verwaltungspolizeiliche ‚Anzeige‘ abgehalten wird, dann kann im schlimmsten Fall von der zuständigen Behörde eine Verwaltungsstrafe verhängt werden.

Auf eine Demo/politische Kundgebung solltet ihr mitnehmen: einen amtlichen Lichtbildausweis (FührerInnenschein, StudentInnen-, SchülerInnenausweis, Pass…), was antialkoholisches zu Trinken, falls es mal länger wird und die Rechtshilfenummer (am besten in schriftlicher Form auf eurem Unterarm). Dinge wie Adress- und Notizbücher, Kalender, Fotos, Taschenmesser, Pfeffersprays, Hunde, Drogen und Alkohol haben auf einer Demo nix verloren. Mensch sollte sich auch bewusst sein, dass Handys mit ihren Telefonlisten ebenfalls eine Gefahrenquelle darstellen (auch ausgeschalten), sollten sie in falsche Hände fallen. Außerdem muss immer damit gerechnet werden, dass über eure Handys Bewegungsprofile erstellt werden, da jedes Handy eine Art Peilsender ist. Auch wer wann wo mit wem telefoniert hat, ist für die Polizei sehr einfach mittels Fax an den Handyprovider in Erfahrung zu bringen. Daher unser Tipp: Handy zuhause lassen oder zumindest ganz ausschalten und nur im Notfall wieder einschalten!
Wenn du nicht für ein linkes Videoprojekt/Medium fotografierst oder filmst, dann unterlass es bitte während der Demo! Erinnerungsfotos mittels (Handy)Cam können nicht nur dich, sondern auch andere AktivistInnen gefährden, wenn sie in die falschen Hände geraten!

Bildet Bezugsgruppen (was das ist siehe http://www.no-racism.net/global/newspor … t00037.htm – Punkt 4) und geht gemeinsam zum Treffpunkt, damit bei Vorfeldkontrollen keinEr alleine ist und verlasst auch gemeinsam wieder die Demo. Bleibt auf der Demo zusammen und versucht den Infofluss aufrechtzuerhalten (achtet z.B. auf Megaphondurchsagen).

Erfahrungsgemäss laufen in der Demo selber immer wieder ZivilpolizistInnen mit, die mehr oder weniger schlecht getarnt sind… Schreit daher nicht eure Namen herum, sondern sprecht andere mit ‚hey du‘ an. Außerdem wird am Rande von Demos heftig von der Polizei gefilmt; Menschen, die ihre Gesichtszüge durch Tücher, Schals, Hassis… unkenntlich machen, sich also vermummen, um ihre Identitätsfeststellung zu verhindern oder erschweren machen sich nach dem Vermummungsverbot strafbar. Fest steht aber, dass Menschen, die im Rahmen eines (versteckten) Theaters Masken tragen, geschminkt sind oder im Winter Schals tragen, ja nicht ihre Identität verschleiern wollen, sondern eben Teil einer Inszenierung sind bzw. sich vor Kälte schützen. Des weiteren verbietet das Vermummungsverbot theoretisch das Mitführen von Ketten, Stangen, Trinkflaschen, Nietengürtel u.s.w., kurz von ‚Gegenständen, die geeignet sind, Gewalt gegen Menschen oder Sachen auszuüben‘, so der Gesetzeswortlaut. Was also genau darunter fällt, hängt von den jeweiligen BeamtInnen ab und es ist schwer einschätzbar, ob sie z.B. in Vorkontrollen Menschen Trinkflaschen oder Nietengürtel abnehmen werden. Rein gesetzlich wäre es jedenfalls möglich.

Achtet auch auf Antiantifa-Rechercheteams, die am Rande der Demo das Geschehen filmen werden. Schützt euch und andere!
Lasst euch nicht einschüchtern und passt aufeinander auf!

Festnahme – selber + ZeugIn
Wenn du selbst festgenommen wirst: versuche ruhig zu bleiben und nicht panisch zu reagieren. Egal was die BeamtInnen sagen oder wie, sie werden versuchen, dir Angst zu machen, dich einzuschüchtern, dich klein zu kriegen. Versuche direkt bei der Festnahme Umstehenden mitzuteilen, wer du bist (also Name, Geburtsdatum und Meldeadresse), damit diese die Rechtshilfe informieren können. Wenn du noch nicht volljährig, das heißt unter 18 bist, hast du das Recht auf eine volljährige Vertrauensperson, die die ganze Zeit über anwesend sein darf.

Wahrscheinlich wirst du von den PolizistInnen auf eine Wache gebracht, wo du das Recht auf zwei erfolgreiche Anrufe hast (§ 171 Abs 3 Z1 StPO). Unser Tipp ist es, dein Recht auf diese Telefonate höflich aber bestimmt einzufordern. Ruf dann die Rechtshilfe oder, falls du diese nicht erreichst, eine Person deines Vertrauens an und teile deine Festnahme mit, sowie Namen, Geburtdatum, wo du festgenommen wurdest und wo du vermutest, gerade zu sein (welche Wachstube), ob noch andere mit dir festgenommen worden sind und wen die Rechtshilfe verständigen soll (z.B. deine Eltern…).
Außerdem muss dir die Polizei mitteilen, warum du festgenommen wurdest und dass du das Recht auf Aussageverweigerung hast, was dich nicht belasten kann (§7 Abs 2 StPO).

Lass dich in Polizeigewahrsam auf keinerlei Gespräche mit den BeamtInnen ein, selbst die harmlosesten Gespräche (Wetter, Haustiere…) mit ihnen können zu Punkten führen, die du besser nicht erzählst. Lass dich nicht von ihrer Freundlichkeit oder Aggressivität (oder beidem) verunsichern, die PolizistInnen sind für genau diese Situationen geschult worden und würden allzu gerne wissen, was du nicht alles gemacht hast, wo du organisiert, mit wem du angereist bist usw. Sag einfach, dass du von deinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch machst (§7 Abs 2 StPO).
Wir empfehlen dir dringend (wie die meisten RechtsanwältInnen übrigens auch), bei der Polizei weder eine Aussage zu machen noch irgendetwas zu unterschreiben, da alles gegen dich verwendet werden kann und auch wird.
Für allfällige Aussagen ist später, nach eingehenden Beratungen mit Rechtskundigen oder einEr AnwältIn noch immer Zeit. Auch wenn BeamtInnen dir einreden wollen, dass eine Aussage dich entlastet oder das Strafausmaß geringer wird, vergiss nicht: über strafbare Handlungen zu urteilen ist Sache des Gerichts, nicht Sache der Polizei!

Es kann sein, dass bei Festgenommenen eine erkennungsdienstliche Behandlung nach §65 SPG durchgeführt wird. Das bedeutet, sie werden von dir Fingerabdrücke nehmen und Fotos machen. Die BeamtInnen sind dazu berechtigt, diese Maßnahmen auch mit ‚Zwangsgewalt‘ durchzusetzen (§78 SPG); aber wer sagt denn, dass mensch nicht besonders lustig auf den Fotos auskucken darf?!
Andere ‚Untersuchungen‘, wie z.B. eine Körperhöhlendurchsuchung, dürfen nur von PolizeiärztInnen oder GerichtsmedizinerInnen vorgenommen werden, wenn der Verdacht besteht, dass Drogen in Körperöffnungen versteckt werden. Du hast allerdings nicht mehr das Recht auf Wahl einer Person deines Geschlechts.

Als Richtlinie für die Dauer der Festnahme gilt:
Bei Verwaltungsübertretungen wie z.B. Erregung öffentlichen Ärgernis, Lärmbelästigung musst du nach spätestens 24 Stunden wieder freigelassen werden.

Bei gerichtlich strafbaren Delikten wie z.B. Sachbeschädigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt… musst du spätestens nach 48 Stunden freigelassen oder innerhalb derselben Frist von der Polizei aufs nächste Gericht gebracht werden. Am Gericht wiederum musst du ‚unverzüglich, längstens aber binnen 48 Stunden‘ von der/dem UntersuchungsrichterIn vernommen werden. DiesEr entscheidet dann, ob du freikommst oder ob Untersuchungshaft verhängt wird. Auch bei diesem Verhör muss und soll weder die Wahrheit noch irgendetwas gesagt werden.
Wenn die U-Haft verhängt wird, dann bekommst du einen schriftlichen Haftbefehl ausgestellt…. Außerdem solltest du dann schon mit einEr AnwältIn von draußen Kontakt gehabt haben.

Wichtig: Wenn du freikommst, dann teile das bitte unverzüglich der Rechtshilfe mit!

Außerdem solltest du nach deiner Freilassung ein Gedächtnisprotokoll verfassen, indem du detailgetreu beschreibst, was genau passiert ist. Diese Gedächtnisprotokolle dienen der Nachvollziehbarkeit des
Geschehenen, also auf keinen Fall veröffentlichen, noch per Mail durchs Netz schicken, sondern an einem sicheren Ort verwahren oder der Rechtshilfe übergeben!

Solltest du in Polizeigewahrsam schlecht behandelt worden sein, dann hast du im Nachhinein die Möglichkeit, eine Beschwerde beim Unabhängigen Verwaltungssenat einzulegen. Die Rechtshilfe wird dich dazu gerne beraten! Solltest du verletzt worden sein, dann suche umgehend einen Arzt deines
Vertrauens auf, lass dir alles bescheinigen (ärztliches Attest) und mache von deinen Verletzungen Fotos! Bei einem eventuellen Gerichtsverfahren kann das alles sehr nützlich sein!

Wenn du eine Festnahme beobachtest: Versuche Namen, Adresse und Geburtsdatum von der festgenommenen Person zu erfahren, um diese Daten der Rechtshilfe mitteilen zu können. Ruf die Rechtshilfe an und sag ihr außerdem, wo die Festnahme erfolgte. Des weiteren kann versucht werden,
die involvierten BeamtInnen zu fragen, wohin die festgenommene Person gebracht wird, warum die Festnahme erfolgte und wie die Dienstnummern der ‚amtshandelnden‘ BeamtInnen lauten.

Wenn Leute verletzt sind
Versucht sie aus der Gefahrenzone zu bringen, beruhigend auf sie einzuwirken und Personen ausfindig zu machen, die Sani-Zeux (Erste-Hilfe-Kasten) bei sich haben. Lasst Verletzte nie alleine! Wenn ihr das Gefühl habt, dass die Verletzung schwerer ist oder ihr alleine damit nicht mehr klar kommt, dann verständigt die Rettung und findet eine Vertrauensperson, die die Rettung mit ins Krankenhaus begleitet.

Platzverbot/Platzverweis
Manchmal weist die Polizei Menschen von diversen öffentlichen Plätzen weg und erteilt ihnen ein sogenanntes Platzverbot nach §36 SPG. Spätestens 6 Stunden nach Aussprache des Platzverbots tritt dieses wieder außer Kraft und der Ort kann wieder betreten werden. Wenn gegen das Platzverbot verstoßen wird, dann kann eine Verwaltungsgeldstrafe verhängt werden. Oft erfolgt ein Platzverbot auch präventiv. Letztes Jahr wurde beispielsweise der gesamte Heldenplatz anlässlich der Proteste gegen den WKR-Ball gesperrt und mit Platzverbot belegt. Das ist auch heuer wieder anzunehmen.

Passt aufeinander auf, bildet im Notfall Ketten, lasst euch nicht provozieren und seid solidarisch. Protest ist immer sehr vielfältig!
Gefährdet mit euren Aktionen nicht MitaktivistInnen, überlegt euch was und seid kreativ im Umgang mit Repression!
Die Demo wird das, was wir alle draus machen!

27. Januar 2009

Straßenfest

Posted in 2009 um 1:05 am von nowkr

Der Lange Marsch…

…durch Wien wird Freitagabend am antifaschistischen und
antisexistischen Straßenfest gegen rechtsextreme Männerbünde enden. In
Verbindung von antifaschistischem Protest und Amüsement, finden ab 18h
am Maria-Theresien-Platz (also dem zwischen dem Kunsthistorischen- und
dem Naturwissenschaftliche-Museum), Konzerte, Info-Tische, warmes
Essen und antialkoholische Getränke ihren Raum. Es spielen:

Oma Else

Topoke (Tres Monos)

Norah Noizze + Band

Die fröhliche Reggae Clique

Noch betont werden soll an dieser Stelle, dass das Fest einen dezidiert antisexistischen Anspruch hat und auch versuchen wird, diesen so gut wie möglich zu praktizieren. Daneben ist Alkohol auf dem Straßenfest unerwünscht, was eigentlich im Rahmen von Politaktionen eine Selbstverständlichkeit sein sollte

Hier noch die Plakate:
Straßenfest

Straßenfest

23. Januar 2009

Termintip heute, 23.1

Posted in 2009 um 1:41 pm von nowkr

– Freitag, 23.01.09
Info- und Filmabend mit dem Bertolucci-Werk „1900“
Organisiert und veranstaltet von KuKuKA – Netzwerk für Kunst Kultur und Medien Alternativen (vielen Dank an dieser Stelle)

ab 19h offen
ab 20h Info und Disskusions Runde
ab 21h wird dann zum Thema passend; „1900“ gezeigt (beide Teile)

Handlung
Der über fünfstündige Film erzählt das Leben zweier, am selben Tag in der norditalienischen Region Emilia-Romagna geborener Knaben: dem Sohn eines reichen Gutsbesitzers (Alfredo, Robert de Niro) und eines Landarbeitersohns (Olmo, Gérard Depardieu) von 1900 bis 1945. Bei der Geburt ist beider Lebensziel bereits vorgegeben: Alfredo soll Offizier und Gutsherr werden, Olmo soll ihm wie schon sein Vater und Großvater dienen. Der Erste Weltkrieg, der erste Landarbeiterstreik Italiens sowie die Weltwirtschaftskrise führen aber bald zu großen Veränderungen. Olmo wird als Sozialist politisch aktiv, während Gutsbesitzer Alfredo ein Bohémien wird, der den Faschismus Mussolinis in Gestalt des Gutsverwalters Attila (Donald Sutherland) und seiner Geliebten Regina (Laura Betti) verachtet, ihn aber gewähren lässt. Zwischen beiden Männern agiert die enigmatische Ada (Dominique Sanda), die schließlich Alfredo heiratet, aber mit den politischen Zielen Olmos sympathisiert. Ada und Olmo müssen fliehen, während die Faschisten auf dem Gutshof ein KZ-ähnliches Regime errichten. Nach der Befreiung rettet der zurückgekehrte Olmo Alfredo vor der Verurteilung durch das Landarbeitertribunal. Die Rivalität zwischen den beiden Antipoden geht trotzdem weiter.

Kaleidoskop, Schönbrunnerstraße 91, 1050 Wien

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21. Januar 2009

Mobilize against the WKR ball! – englischer Aufruf

Posted in 2009 um 8:45 pm von nowkr

Mobilize against the WKR ball!

WKR ball 2009? No reason to party!
Against right-wing extremism in the Parliament, the minds and on the streets

On the 30th of January 2009 for the 56th time the traditional ball of
the Wiener Korporations Ring (Vienna Fraternity Alliance) will take
place in the Hofburg, Austria’s former imperial palace. For over 40
years now the Korporations Ring has been provided with one of the most
prestigious locations in Austria. But the ball staged to happen there is
more than peculiar.

The WKR is the umbrella organization of more than twenty
?national-liberal? fraternities of the german nationalist political
camp. Admittedly extreme right-wing fraternities, such as the Olympia,
Teutonia, or Cimbria, to name just a few, are part of the WKR.

The past has repeatedly shown how fluent the passage between right-wing
fraternies and Neonazi organizations is.
The WKR’s ball is reputed to be a highlight in the calender of
right-wing and extreme right-wing fraternies in the whole
german-speaking area of Europe. Just looking at the participants of last
year’s ball reads like a who is who of austrian and european right-wing
extremists. Besides lots of fraternity members there are, not
unexpectedly, a multitude of known FPÖ (Austrian Liberal Party)
politicians who have participated in this nationalist gathering. Among
them are Heinz Christian Strache, Martin Graf, Barbara Rosenkranz, and
Johann and John Gudenus. It is also important to say that all these FPÖ
exponents are of course members of the sexist right-wing fraternities.
But also older generations are joining in the fun: Former Nazi Party
(NSDAP) members Otto Scrinzi and Friedrich Hausmann are listed as
supporters of the ball.
Not to be forgotten, leading members of various european extremist
right-wing parties complete the reactionary image. From France, Jean
Marie Le Pen (Front National), from Belgium Frank Varnhecke (Vlaams
Belang), and other ideological comrades from Bulgaria were present.

But extreme right-wing politicians don’t just meet once a year at the
WKR’s ball and reactionary ideology is not just active on stage once a
year in Austria’s Hofburg palace. Den Rest des Beitrags lesen »

20. Januar 2009

Demonstrace proti extremní pravici a plesu WKR! – tschechischer Aufruf

Posted in 2009 um 7:37 pm von nowkr

Demonstrace proti extremní pravici a plesu WKR!

30. ledna se koná 56. ročník plesu Wiener Korporations-Ring (WKR) ve vídeňském Hofburgu. WKR je společenství pravicových, až pravicově-extremistických studentských spolků propagujících německý nacionalismus. V minulých letech se tohoto plesu zúčastnily stovky pravicových extremistů z Rakouska ale i celé Evropy, aby oslavovali svou perverzní ideologii. Ukázalo se, že tento buršácký ples se stal místem setkání zástupců občanské pravice a pravicových extremistů. Tato prezentace (německých) nacionalistů nesmí zůstat bez odezvy.

30.1.2009 v 17:00
Demonstrace proti extremní pravici a plesu WKR!
Vídeň – Europaplatz v blízkosti Westbahnhof (Západní nádraží)

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Preprecimo ples WKR na Dunaju! Slowenischer Aufruf

Posted in 2009 um 7:19 pm von nowkr

No WKR! Antifa-Demo, 30.1. Dunaj

Petek, 30 Januarja se bo v Dunajski grajski palaci („Hofburg“) ze 56.ic zgodil ples desnicarsko-ekstremnega dunajskega korporacijskega kroga („Wiener Korporationsring“), kratko WKR. WKR je skupek priblizno dvajsetih „nacionalnih“ organizacij, ki so zasidrane v miljeju takozvanih „Burschenschafterjev“ – striktno moskih skupin, katere delujejo predvsem na avstrijskih univerzah.

Zakaj demonstriramo?
Ples WKR ni enostavno majhna neofasisticna prirteditev, temvec eno centralnih desnoradikalnih srecanj srednje evrope. To dokazuje ze velikost plesa – 2000 ljudi se napiva ob nostalgiji na veliki nemski rajh.
Zanimive so tudi povezave v parlamentarno strujo desnega ekstremizma. Tako so v zadnjih letih kot gostje plesa nastopili po vsej evropi znani HC. Strache (Avstrija, FPÖ), Jean Marie Le Pen (Francija, Front Nacional) ali pa Filip Devinter (Belgija, Vlaams Belang).
Povsem centralni element plesa so ze omenjeni „Burschenschafterji“ – konec koncev je WKR „njihov“ ples. Burschenschafterji so varianta desnega ekstremizma, katero se najde skoraj izkljucno v nemskogovorecem prostoru. Organizirajo se na univerzah, kjer sirijo rasisticno in nemsko-nacionalno propagando. Zenskam je vstop v Burschanschaft prepovedan – tako se mladi desnicarji ze zgodaj urijo v vzpostavljanju patriarhalnih, ekskluzivno moskih zvezah. Le te so vazne za nadaljno kariero Burschenschafterjev – saj vstop v Burschenschaft pomeni „zvezo za vso zivljenje“, kar pomeni da si Burschenschafterji pomagajo tudi po izstopu iz Univerze. Tako dandanes Burschenschafterje najdemo v visokih pozivijah, tako v ekonomskem kot tudi v politicnem svetu. Ideologija pa tudi pozneje ostane isto rasisticna, seksisticna, homofobna in antisemiticna. Tako ni cuda, da se ravno v desno-ekstremisticnih avstrijskih parlamentarnih strankah FPÖ in BZÖ najde veliko stevilo Burschenschafterskih poslancev, funkcijonarjev itd. Ravno tako je skoraj vsa prominenca organiziranega desnega sktremizma v avstriji svojo politicno kariero zecela v Burschenschaftih. Den Rest des Beitrags lesen »

Contro il ballo del WKR! – italienischer Aufruf

Posted in 2009 um 7:16 pm von nowkr

Contro il ballo del WKR!

Ballo del WKR 2009: Nessuna ragione per festeggiare.
Contro l’estremismo di destra nei parlamenti, nelle teste e sulle strade!

Il 30 di gennaio 2009 per la 56esima volta avrà luogo il tradizionale ballo del Wiener Korporationsring (WKR, l’organizzazione dei gruppi studenteschi di estrema destra) nella Hofburg, il palazzo imperiale di Vienna. Già da più di 40 anni una delle più rinomate località della capitale austriaca viene messa a dispozione di questi estremisti di destra.Ma il ballo è più che insidioso.
Il WKR è l’associazione di più di venti associazioni goliardiche „nazional-liberali“ del campo nazionalista tedesco. Fanno parte del WKR associazioni dichiaratamente estremiste come la Olympia, Teutonia e Cimbria – ed tante altre.

Nel passato si è ripetutamente dimostrato come sono vicine le associazioni studentesche e i gruppi neonazisti.
Il ballo del WKR è uno degli apici nel calendario di associazioni studentesche dell‘ estrema destra in tutto l’ambito tedesco, austriaco e svizzero.
Ed ancora una volta le associazioni goliardiche funzionano come punto di collegamento tra la destra borghese ed il estremismo di destra. Solo guardando la lista degli invitati dell’anno scorso si legge come un who is who dell‘ estrema destra austriaca ed europea.
Tra tanti studenti di destra si trovano, non inaspettatamente, una moltitudine di politici del partito austriaco FPÖ, tra questi: Heinz-Christian Strache, Martin Graf, Barbara Rosenkranz e anche Johann e John Gudenus.
Non si fa a meno di menzionare che questi politici sono tutti membri di associazioni di studenti di estrema destra. Ma partecipano anche le generazioni più anziane: Ci furono i vecchi membri del partito nazionalsocialista NSDAP, Otto Scrinzi e Friedrich Hausmann, come sostenitori del ballo.
Ultimamente le classi dirigenti dei partiti europei di estrema destra completano l’immagine nazista. Dalla Francia venne Jean-Marie Le Pen del Fronte Nazionale, dal Belgio Frank Vanhecke del Vlaams Belang, e parteciparono anche dei „camerati“ bulgari.
Ma politici di estrema destra non si incontrano solamente al ballo del WKR e la loro ideologia reazionaria non è solamente presente una volta all‘ anno nel palazzo imperiale. Den Rest des Beitrags lesen »

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