01.20.09

Contro il ballo del WKR! – italienischer Aufruf

Veröffentlicht in 2009 um 7:16 von nowkr

Contro il ballo del WKR!

Ballo del WKR 2009: Nessuna ragione per festeggiare.
Contro l’estremismo di destra nei parlamenti, nelle teste e sulle strade!

Il 30 di gennaio 2009 per la 56esima volta avrà luogo il tradizionale ballo del Wiener Korporationsring (WKR, l’organizzazione dei gruppi studenteschi di estrema destra) nella Hofburg, il palazzo imperiale di Vienna. Già da più di 40 anni una delle più rinomate località della capitale austriaca viene messa a dispozione di questi estremisti di destra.Ma il ballo è più che insidioso.
Il WKR è l’associazione di più di venti associazioni goliardiche „nazional-liberali“ del campo nazionalista tedesco. Fanno parte del WKR associazioni dichiaratamente estremiste come la Olympia, Teutonia e Cimbria – ed tante altre.

Nel passato si è ripetutamente dimostrato come sono vicine le associazioni studentesche e i gruppi neonazisti.
Il ballo del WKR è uno degli apici nel calendario di associazioni studentesche dell’ estrema destra in tutto l’ambito tedesco, austriaco e svizzero.
Ed ancora una volta le associazioni goliardiche funzionano come punto di collegamento tra la destra borghese ed il estremismo di destra. Solo guardando la lista degli invitati dell’anno scorso si legge come un who is who dell’ estrema destra austriaca ed europea.
Tra tanti studenti di destra si trovano, non inaspettatamente, una moltitudine di politici del partito austriaco FPÖ, tra questi: Heinz-Christian Strache, Martin Graf, Barbara Rosenkranz e anche Johann e John Gudenus.
Non si fa a meno di menzionare che questi politici sono tutti membri di associazioni di studenti di estrema destra. Ma partecipano anche le generazioni più anziane: Ci furono i vecchi membri del partito nazionalsocialista NSDAP, Otto Scrinzi e Friedrich Hausmann, come sostenitori del ballo.
Ultimamente le classi dirigenti dei partiti europei di estrema destra completano l’immagine nazista. Dalla Francia venne Jean-Marie Le Pen del Fronte Nazionale, dal Belgio Frank Vanhecke del Vlaams Belang, e parteciparono anche dei „camerati“ bulgari.
Ma politici di estrema destra non si incontrano solamente al ballo del WKR e la loro ideologia reazionaria non è solamente presente una volta all’ anno nel palazzo imperiale. Den Rest des Beitrags lesen »

A WKR bált katasztrófára váltani! – Ungarischer Aufruf

Veröffentlicht in 2009 um 3:28 von nowkr

A WKR bált katasztrófára váltani!

Január 30 án már 56. szor lesz a WKR- bál (Wiener Korporations Ring, Bécsi korporatciós kör) a Bécsi Hofburg ban. A WKR egy egyesülett ami jobb- és jobbszélsö dijákok egyesületteket a németnacionális táborból tartalmaz.

Asz utóbbi években jobboldaliak és jobbszélsök Ausztria és egész Európábol vettek részt a bálon és magukat és a reakciónális idelógiát ünnepelték.

Asz látszik hogy a férfiszövetségi bál a egy összejövetel a polgári jobboldal és a jobbszélsök köszött.

Ezellen határazottan fellépünk!!!
Demonstráció a jobbszélsö WKR bál ellen

Mikor: Január 30 an, 17 órá,
Hol: Europaplatz/Westbahnhof/Nyugati pályaudvar Bécsben
A jobbszelsök ellen: a parlamentban, a fejekben és az utcákon!!!
Férfiszövetségeket feloldani!
Egy erös antifasista mozgalom ért!

http://nowkr.wordpress.com

www.myspace.com/nowkr
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Bitte an ungarische GenossInnen weiterleiten!
Please send it to Hungarian friends!

01.18.09

Veröffentlicht in 2009 um 10:05 von nowkr

Radical Cheerleading Workshop!

### So., 25.01., 17:00 Uhr
### Ort Wipplingerstraße 23, 1010 Wien
### Workshop: Radical Cheerleading >> Anmeldungen an rosatipp@villa.at

So kann’s aussehen:
Radical Cheerleading Workshop

Und um der grauen Theorie gleich zur bunten Praxis zu verhelfen:
Fr., 30.01., 17:00 Uhr
Demo gegen den WKR-Ball

An dieser Stelle einen großen Dank an den Rosa Tipp, der den Workshop organisiert.

01.17.09

Flyer, Plakate & Sticker

Veröffentlicht in 2009 um 1:16 von nowkr

Nachdem schon fleißig geflyert, gestickert und plakatiert wird, wollen wir nun auch die Homepage up to date halten. Daher hier nun die Motive der Flyer, Plakate und Sticker online.
Die Sticker, Plakate und Poster liegen in folgenden Locations öffentlich aus:
- i:da, Zwölfergasse 9, 1150 Wien
- W23, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien
- Ernst Kirchweger Haus, 1100 Wien

Zunächst der Flyer, der mit der Vorderseite auch als Sticker und Plakat kursiert:

Hier das Plakat „Burschis in die Pfanne haun“, das auch als Sticker zu haben ist:

Last but not least das schwarz-rote Plakat gegen den WKR-Ball:

01.09.09

Kontakt & Termin-Schmankerl

Veröffentlicht in 2009 um 11:45 von nowkr

Um ein gewisses Maß an Sicherheit beim Mailverkehr zu gewährleisten, haben wir nun einen pgp-key für die nowkr-Adresse eingerichtet. Der Key ist unter Kontakt abrufbar.
Zu Schlafplätzen: Solltet ihr von außerhalb kommen und Bedarf an Schlafplätzen haben, meldet euch bitte auch hierfür an unsere Adresse nowkr[ät]riseup.net. Es sollten zur Genüge Schlafplätze vorhanden sein.


Wir haben nun die Ehre eine weitere Mobilisierungsveranstaltung anzukündigen, die uns besonders freut. Am 21.1. wird nämlich ein Infovortrag zum WKR-Ball im Schreyvogelsaal in der Hofburg stattfinden. Wir danken der Bagru Thewi dafür, diese Möglichkeit mitten „im Hause des Henkers“ wahrnehmen zu dürfen.

WKR 2009: Kein Grund zum Feiern!
21.01.2009, 19h, Schreyvogelsaal, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Infoveranstaltung mit anschließender Diksussion

Am 30. Jänner 2009 findet zum 56. Mal der traditionsreiche Ball des Wiener Korporations-Rings (WKR) in der Hofburg statt. Im WKR sind mehr als zwanzig „national-freiheitliche“ Korporationen aus dem deutschnationalen Lager organisiert und offen rechtsextreme Männerbünde wie die Olympia, die Teutonia, sowie die Cimbria – um nur einige zu nennen, beteiligt. Dass diese “revisionistischen” Verbindungen nach wie vor “salonfähig” sind, zeigt sich u.a. an dem jährlichen Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), der in der Hofburg mitten in der Wiener Innenstadt ausgerichtet werden kann und 2008 von zahlreichen Prominenten und PolitikerInnen, zu denen beispielsweise auch fünf Rektoren österreichischer Universitäten zählten, unterstützt wurde. Bereits in der Vergangenheit zeigte sich immer wieder der fließende Übergang zwischen rechten Verbindungen und dem Neonazi-Spektrum. So ist auch der veranstaltete Ball mehr als heikel. Die rechte bis rechstextreme Zusammenkunft kann sich aber nur solange selbstsicher präsentieren, wie ihr kein organisierter Protest entgegen gesetzt wird und sich keine negativen Konsequenzen daraus ergeben. Darum ist es an der Zeit, ein lautes und deutliches Zeichen gegen den Rechts-Block aus FPÖ/BZÖ, studentischen Männerbünden und Neonazis zu setzen. Der WKR-Ball ist dafür ein passender Anlass.


Zuletzt seien noch zwei Flyer verlinkt.
Zum einen der Flyer für die Veranstaltung im Rahmen des Di:Day:

In groß hier

Zum anderen der Flyer für die Veranstaltung mitsamt anschließender Party in der i:da:

in groß hier

01.07.09

Termin-Update

Veröffentlicht in 2009 um 11:20 von nowkr

Weitere Termine gegen den WKR-Ball sind inzwischen fix.

Den Anfang macht der „Di:Day“ am nächsten Dienstag:

- Dienstag, 13.01.09, 20Uhr
DI:Day vs. WKR-Ball ‘09
Hintergründe zum rechten Burschiball und den jüngsten Entwicklungen der Schmissfressenszene

Ankündigungstext

Das extrem antisemitische, homophobe, rassistische und frauenfeindliche Weltbild des deutschnationalen Korporationswesens stellt wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen dar. Bereits in der vergangenen Legislaturperiode waren 15 von 19 Nationalratsabgeordnete der FPÖ “Alte Herren” von Burschenschaften und es lässt sich auch sonst kaum ein namhafter Ideologe des österreichischen Neonazismus antreffen, der nicht dem korporierten Milieu entstammt. Dass diese “revisionistischen” Verbindungen nach wie vor “salonfähig” sind, zeigt sich u.a. an dem jährlichen Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), der in der Hofburg mitten in der Wiener Innenstadt ausgerichtet werden kann und 2008 von zahlreichen Prominenten und PolitikerInnen, zu denen beispielsweise auch fünf Rektoren österreichischer Universitäten zählten, unterstützt wurde. Deutschnationale Burschenschaften fungieren außerdem vor allem auch als Kaderstätte und Verbindungsglied zwischen legal organisiertem Rechtsextremismus und der militanten Neonaziszene. Diese Überschneidungen zeigten sich kürzlich u.a. an Hand mehrerer (gewaltätiger) Übergriffe (vermummter) Burschenschafter und anderen Neonazis auf Antifademos auf der Unirampe oder skandalträchtiger Bestellungen eines parlamentarischen Mitarbeiters des neu gewählten dritten Nationalratspräsidenten und Mitglied der rechtxextremen Burschenschaft Olympia! Martin Graf beim neonazistischen Aufruhrversand. Den Hintergründen und jüngeren Entwicklungen dieser Verstrickungen sowie den aktuellen Infos über die Proteste gegen den WKR-Ball widmet sich der Jänner DI:Day der AuA!

Di:Day, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

Zwei Tage später findet dann in Linz eine Veranstaltung zu den Protesten gegen den WKR-Ball statt:

- Donnerstag, 15.01.09, 19:30 Uhr

Mobilisierungs- und Informationsveranstaltung zum WKR in Linz

Am 30. Jänner 2009 findet zum 56. Mal der traditionsreiche Ball des Wiener Korporations-Rings (WKR) in der Hofburg statt. Im WKR sind mehr als zwanzig „national-freiheitliche“ Korporationen aus dem deutschnationalen Lager organisiert und offen rechtsextreme Männerbünde wie die Olympia, die Teutonia, sowie die Cimbria – um nur einige zu nennen, beteiligt. Bereits in der Vergangenheit zeigte sich immer wieder der fließende Übergang zwischen rechten Verbindungen und dem Neonazi-Spektrum. So ist auch der veranstaltete Ball mehr als heikel. Die rechte bis rechstextreme Zusammenkunft kann sich aber nur solange selbstsicher präsentieren, wie ihr kein organisierter Protest entgegen gesetzt wird und sich keine negativen Konsequenzen daraus ergeben. Darum ist es an der Zeit, ein lautes und deutliches Zeichen gegen den Rechts-Block aus FPÖ/BZÖ, studentischen Männerbünden und Neonazis zu setzen. Der WKR-Ball ist dafür ein passender Anlass.

Wie immer erwarten euch leckere vokü und Raum zu anschließender Diskussion.

KAPU
Kapuzinerstrasse 36, 4020 Linz

Weiters ist nun auch der Ankündigungstext für die Veranstaltung am 28. Jänner im Que[e]r nachzulesen:

Ankündigungstext

Burschenschaften sind nicht nur sehr rechts, sondern vor allem auch sehr männlich. Die antifaschistische Kritik und der Widerstand setzen dennoch in der Regel und zuerst an der politischen Ausrichtung des Verbindungsunwesens an. Demgegenüber soll ausgehend von einer Kritik der paranoiden Bewusstseinsformen, welche Männer zu ihresgleichen sich gesellen lässt, der rechten Männerbündelei und ihrer zentralen Fetische (”Ehre”, “Wehrbereitschaft”, “Volk” usw.) nachvollziehbar gemacht werden, wie Korporierte ticken. Daran anknüpfend und vorm Hintergrund vergangener Kämpfe gegen Burschenschaften wollen wir schließlich die verschiedensten Praxisformen kritisieren und neue diskutieren.
que[e]r, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien.

Die Gesamtübersicht findet ihr wie bisher unter Termine

01.01.09

Neue Termine & Werbung

Veröffentlicht in 2009 um 4:53 von nowkr

Mittlerweile sind einige weitere Termine bestätigt, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

- Freitag, 03.01.09, 21Uhr
nowkr-Soli-Cocktailbar beim Konzert mit Rote Kapelle & Wasted Youth
EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien.

- Samstag, 17.01.09, 20 Uhr
Info-VA, anschließend Antifa-Soli-Party

Ankündigungstext:
Am 30. Jänner 2009 findet zum 56. Mal der traditionsreiche Ball des Wiener Korporations-Rings (WKR) in der Hofburg statt. Im WKR sind mehr als zwanzig „national-freiheitliche“ Korporationen aus dem deutschnationalen Lager organisiert und offen rechtsextreme Männerbünde wie die Olympia, die Teutonia, sowie die Cimbria – um nur einige zu nennen, beteiligt. Bereits in der Vergangenheit zeigte sich immer wieder der fließende Übergang zwischen rechten Verbindungen und dem Neonazi-Spektrum. So ist auch der veranstaltete Ball mehr als heikel. Die rechte bis rechstextreme Zusammenkunft kann sich aber nur solange selbstsicher präsentieren, wie ihr kein organisierter Protest entgegen gesetzt wird und sich keine negativen Konsequenzen daraus ergeben. Darum ist es an der Zeit, ein lautes und deutliches Zeichen gegen den Rechts-Block aus FPÖ/BZÖ, studentischen Männerbünden und Neonazis zu setzen. Der WKR-Ball ist dafür ein passender Anlass.

i:da, Zwölfergasse 9, 1150 Wien.

- Donnerstag, 22.01.09, 20 Uhr
Info-VA mit Filmchen und Vokü.

Ankündigungstext:
Am 30.01.09 findet nicht nur der Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) statt, sondern auch die antifaschistische Gegendemo. Bei dieser Veranstaltung werden allgemeine filmische Beiträge über Burschenschaften gezeigt und es können auch letzte Informationen über die Vorbereitung der Demo eingeholt werden.
Inhaltliches über den WKR und seinen alljährlichen Ball kann unter http://nowkr.wordpress.com nachgelesen werden.

EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien.

- Mittwoch, 28.01.09, 20 Uhr
Mann, Männlicher, Neonazistisch… Rechte Männerbündelei und was dagegen (nicht) zu tun wäre
que[e]r, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien.

Die vollständige Terminseite findet ihr hier


Weiters sei hier noch Werbung gemacht für unsere Myspace-Mobilisierungsseite. Ihr findet sie unter http://myspace.com/nowkr.
Also fleißig myspace-friends werden, Werbung verlinken und weitersagen!

12.25.08

Termine & Hintergründe

Veröffentlicht in 2009 um 4:25 von nowkr

Mittlerweile gibt es eine eigene Unterseite zu den Terminen im Vorfeld des WKR-Ball. Die Seite ist unter Termine zu finden. In den folgenden Tagen und Wochen werden hier die Terminankündigungen für inhaltliche Veranstaltungen zum WKR-Ball veröffentlicht.
Den Anfang macht Celovec/Klagenfurt mit der Infoveranstaltung „WKR-Ball 2009: Kein Grund zum Feiern!“ im klagenfurter Ballhaus. Nähere Infos bei Autonome Antifa Koroška/Kärnten


Unter Hintergründe findet ihr eine vorläufige Sammlung an Texten und Literaturhinweisen, die sich mit WKR(-Ball), deutschnationalen Männerbünden und den völkisch-deutschnationalen Traditionen in rechten Studentenverbindungen befasst.
Tips und Hinweise für weitere Literatur werden gerne aufgenommen. Mail: nowkr[ät]wordpress.com

12.20.08

Mobilisierungsmaterial

Veröffentlicht in 2009 um 9:32 von nowkr

Hier der aktuellste Entwurf für die Plakate zum 30.1.:

- Plakat wurde entfernt -

Weiters gibt es mittlerweile Mobilisierungsflyer, die auch schon fleißig in Umlauf gebracht werden. Wenn du noch keinen bekommen hast oder welche ordern willst, melde dich bitte an unsere Mailadresse nowkr[ät]riseup.net

Zuletzt sei noch auf die Banner verwiesen, die auf der Unterseite „Material“ inklusive Verlinkungscode zu sehen sind:

Banner - klein

Banner - gross

12.05.08

WKR-Ball 2009: Kein Grund zum Feiern!

Veröffentlicht in 2009 um 11:15 von nowkr

Nachfolgend ein erster Infotext zu den Hintergründen und Motiven gegen den WKR-Ball aktiv zu werden


WKR-Ball 2009: Kein Grund zum Feiern!
Gegen Rechtsextremismus im Parlament, in den Köpfen und auf der Straße

Am 30. Jänner 2009 findet zum 56. Mal der traditionsreiche Ball des Wiener Korporations-Rings (WKR) in der Hofburg statt. Seit nun über 40 Jahren wird dem Korporations-Ring eine der repräsentativsten Örtlichkeiten in Österreich zur Verfügung gestellt. Dabei ist der veranstaltete Ball mehr als heikel.
Der WKR ist die Dachorganisation von insgesamt mehr als zwanzig „national-freiheitlichen“ Korporationen aus dem deutschnationalen Lager. Im WKR sind offen rechtsextreme Männerbünde wie die Olympia, die Teutonia, sowie die Cimbria organisiert – um nur einige zu nennen. In der Vergangenheit zeigte sich immer wieder wie fließend der Übergang zwischen rechten Verbindungen und dem Neonazi-Spektrum war (genauere Ausführung hier: http://aua.blogsport.de/images/Scharnier.pdf).
Der Ball des WKR gilt als ein Highlight im Kalender rechter bis rechtsextremer Studentenverbindungen im gesamten deutschsprachigen Raum. Und wieder einmal fungieren hier Korporationen und besonders Burschenschaften als Bindeglied zwischen der bürgerlichen Rechten und dem Rechtsextremismus. Allein der Blick auf die BesucherInnen vom letzten Jahr liest sich wie ein who is who der österreichischen und europäischen extremen Rechten. Neben haufenweise Burschenschaftern fanden sich – wie nicht anders zu erwarten – eine Vielzahl namhafter FPÖ´lerInnen auf dem deutschnationalen Großevent wieder, darunter: Heinz-Christian Strache, Martin Graf, Barbara Rosenkranz, sowie Johann und John Gudenus. Es erübrigt sich fast zu erwähnen, dass die erwähnten FPÖler allesamt Mitglieder männerbündischer Verbindungen sind. Aber auch ältere Generationen waren mit von der Partie: So tauchten etwa auch die ehemaligen NSDAP-Mitglieder Otto Scrinzi und Friedrich Hausmann als Unterstützer des Balls auf. Letztlich rundeten die Führungsmitglieder diverser rechtsextremer europäischer Parteien das braune Gesamtbild ab. Aus Frankreich kam Jean-Marie Le Pen (Front National), aus Belgien Frank Vanhecke (Vlaams Belang), ebenso waren „Kameraden“ aus Bulgarien anwesend.
Doch rechtsextreme PolitikerInnen treffen sich sich nicht nur beim WKR-Ball und reaktionärem Gedankengut wird nicht bloß einmal im Jahr in der Hofburg eine Bühne geboten.

Rechtsextremismus im Parlament…
Die Nationalratswahlergebnisse vom September waren eindeutig. 17,5% votierten für die FPÖ, 10,7% der Stimmen gingen an das BZÖ.  Damit ging das „dritte Lager“ als eindeutiger Sieger aus den Wahlen hervor, während die anderen Parlamentsparteien allesamt Stimmen verloren. Die Rede vom „Rechtsruck“ machte die Runde. Und tatsächlich hat sich einiges nach rechts verschoben: Neben einem deutlich aggressiveren Wahlkampf der ÖVP zum Thema Migration und Integration, holten die Freiheitlichen 13 zusätzliche Parlamentssitze, das BZÖ konnte seine Mandate auf 21 Sitze verdreifachen. Dritter Nationalratspräsident wurde Martin Graf, ein Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Olympia. Die Anzahl der Parlamentarier deutschnationaler Verbindungen ist, v.a. durch die FPÖ, der höchste der letzten vier Jahrzehnte. Verbunden mit dem Zuwachs an Stimmen für Blau und Orange ist natürlich auch ein Zuwachs an Geldern und medialer Öfflichkeit für die reaktionären Anschauungen. Wie die mediale Öffentlichkeit genutzt wird, lässt sich an der rassistischen Rhetorik sehen. Auf der einen Seite stand BZÖ-Haider, der seinerzeit ein minarettfreies Kärnten verkündete, tschetschenische Flüchtlinge nach Niederösterreich „abschob“ und eine „Sonderanstalt“ für Flüchtlinge einrichten ließ. Nicht weniger deutlich positionierte sich die FPÖ im rassistischen Diskurs. Unvergessen sind Plakatständer mit „daham statt Islam“, „Asylbetrug heißt Heimatflug“ und „deutsch statt ‘nix versteh´n’“. Es wird faktisch keine Gelegenheit ausgelassen gegen die immergleichen Feindbilder zu hetzen und soziale Probleme ethnisiert aufzuladen.

Bei dieser rassistischen Politik verwundert es nicht, dass sich Neonazis in der Nähe des „dritten Lagers“ wohlfühlen. Bestes Beispiel dafür ist die Demo zum EU-Reformvertrag. Unweit der Parteigrößen Haider und Strache marschierten Neonazis ungestört mit einem Transparent für die Freilassung des Holocaustleugners Gerd Honsik. Unnötig zu erwähnen, dass keine der Parteien es für nötig hielt, sich währenddessen und danach davon zu distanzieren.

… in den Köpfen…
Doch wäre es falsch die Schuld an den rechten Wahlerfolgen allein bei FPÖ und BZÖ zu suchen. Vielerorts wurde verharmlosend von „Protestwählern“ geredet, die gar nicht rechtsextrem seien oder nur die jeweils achso charismatischen Führungsfiguren Strache bzw. Haider gewählt hätten. Fakt ist jedoch, dass jede und jeder, die/der FPÖ oder BZÖ wählt, kein Problem mit den rassistischen, antisemitischen, sexistischen und homophoben Inhalten zu haben scheint. Anders gesagt: Wer rechtsextrem wählt, tut dies bewusst und weiß ganz genau, wem er/sie die Stimme gibt.
Dabei greifen die rechten Parteien in den meisten Fällen offen oder latent in der Bevölkerung vorhandende Vorurteile auf und präsentieren sich in der Propagierung dieser als „Anwälte des kleinen Mannes“, wobei „Mann“ durchaus wörtlich zu verstehen ist. Oder in den Worten von Karlheinz Klement: „Die FPÖ ist eine Männerpartei“. Denn wenn das rechte Spektrum wiedermal lauthals nach „Männerrechten“ verlangt, gegen den angeblich vorherrschenden „Gender-Wahnsinn“ und „MenschInnen“ polemisiert und bei Abtreibungen nicht vor Vergleichen mit Holocaust und zweitem Weltkrieg zurückschreckt, dann greift die Rechte damit gesellschaftlich verankerte und salonfähige sexistische und frauenfeindliche Überzeugungen auf. Ebenso verhält es sich mit allem, was nicht ins heteronorme Muster passt. So bezeichnete der ehemalige FPÖ´ler Klement Homosexualität als „Kultur des Todes“ und setzte Ehe und Adoptionsrecht Homosexueller mit Kindesmissbrauch gleich. Ebenso phantasierte sich ebenjener in einem Presse-Artikel eine „EU-Homolobby“ und die „Homosexualisierung“ von Schulen zusammen.
Weiters äußerst bedenklich sind die antisemitisch konnotierten Statements ranghoher Parteimitglieder von Blau und Orange. Ein Martin Graf konnte sich zwar dazu überwinden einzugestehen, dass es im Nationalsozialismus millionenfaches Leid gab. Dass es sich dabei vor allem um Jüdinnen und Juden handelte, brachte dieser jedoch nicht über die Lippen. Im Wahlkampf forderte der freiheitliche Harald Stefan die Einfrierung öffentlicher Gelder für die jüdische Gemeide, um im Anschluss gleich zu verkünden, er mache „einen Sekt auf, wenn der israelische Botschafter nicht mehr in Wien ist.“ Unvergessen ist auch Haiders Aschermittwoch-Rede, in der er den Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, antisemitisch diffamierte. In weiten Teilen der Bevölkerung löst das aber nicht mehr als Schulterzucken oder Desinteresse aus. Rassistische und antisemitische Positionen sind somit salonfähig und Teil der Mainstream-Politik geworden. Diese Hetze sorgt – wenn überhaupt – nur kurzfristig für Aufregung und in den seltensten Fällen folgen daraus Konsequenzen.

… und auf der Straße
Und als wären die politischen Rahmenbedingungen nicht schon Herausforderung genug, formiert sich seit geraumer Zeit die Neonazi-Szene neu. Am deutlichsten zeigte sich dies an mehreren Übergriffen im Herbst 2008. Vermummte Rechtsextreme überfielen ein Fest des linken Kulturvereins W23 in Wien. In Braunau störten Neonazis ein antifaschistisches Konzert mit Hitler-Parolen und Hakenkreuzfahne. Weiters provozierte eine Gruppierung aus „freien Kräften“ und Burschenschaftern eine linke Kundgebung vor dem Parlament.
Der Schluss liegt nahe, dass sich die neonazistische Szene von den politischen Umständen im Land bestätigt fühlen kann. Gerade wenn die Rechtsaußenparteien die flächendeckend vorhandenden Vorurteile reproduzieren und noch mehr bekräftigen, muss die Gewalt auf der Straße als radikalisierte Weiterführung der verbalen Hetze im Parlament erkannt werden.

Die rechte und rassistische Hetze kann sich aber nur solange selbstsicher präsentieren, wie ihr kein organisierter Protest entgegen gesetzt wird und sich keine negativen Konsequenzen daraus ergeben. Darum ist es an der Zeit, ein lautes und deutliches Zeichen gegen den Rechts-Block aus FPÖ/BZÖ, studentischen Männerbünden und Neonazis zu setzen. Der WKR-Ball ist dafür ein passender Anlass. Denn wie schon erwähnt trifft sich dort ein nationales wie internationales Spektrum der extremen Rechten um sich selbst zu feiern und in Szene zu setzen. Wir wollen daher den Protest direkt zu den ProtagonistInnen der rechten und rechtsextremen Ideologie tragen und zeigen, dass ihre Selbstinszenierung in der Hofburg nicht unwidersprochen bleibt. Eine so große Versammlung von Rechten und Rechtsextremen kann nicht kommentarlos hingenommen werden.

Daher rufen wir auf:

30 Jänner 2009, 17:00 Uhr, Europaplatz / Westbahnhof Wien
Demo gegen den deutschnationalen WKR-Ball!
Gegen Rechtsextremismus im Parlament, in den Köpfen und auf der Straße!
Männerbünde auflösen!
Für eine starke antifaschistische Bewegung!

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